3D-Makros können folgendermaßen erstellt werden:
- Manuell durch Speichern ausgewählter Objekte aus einem Bauraum
- Manuell oder automatisch aus importierten STEP- oder JT-Dateien (nur *.ema)
- Manuell oder automatisch aus einem Makroprojekt.
3D-Makros werden beim Erstellen mit der Darstellungsart "3D-Montageaufbau" gespeichert.
3D-Makro erstellen durch Speichern ausgewählter Objekte
Voraussetzung:
Sie haben ein Projekt geöffnet. Sie haben einen Bauraum geöffnet. Der Bauraum enthält 3D-Artikelplatzierungen oder Objekte, die über die Befehle Datei > Importieren > Befehlsgruppe Projektdaten > Bauraum > STEP oder JT eingelesen wurden.
- Wählen Sie folgende Befehle: Registerkarte Stammdaten > Befehlsgruppe Makros > Erstellen.
- Ziehen Sie einen Rahmen um die Objekte, die zum Makro gehören sollen.
- Geben Sie im Dialog Speichern unter einen identifizierenden Dateinamen für das 3D-Makro und optional einen Beschreibungstext ein.
Im Feld Darstellungsart wird der Eintrag "3D-Montageaufbau" angezeigt und ist unveränderbar. - Wählen Sie im Feld Variante die gewünschte Variante für das Makro aus.
"Variante A" ist die Voreinstellung. Weitere Varianten können Sie erzeugen, indem Sie die Geometrie des Makros drehen oder den Anfasspunkt verändern und das 3D-Makro unter dem gleichen Namen, aber unter einer anderen Variante speichern. - Wählen Sie unterhalb der Schaltfläche [Extras] den Menüpunkt Anfasspunkt definieren.
Der Cursor wird von einem Quadrat umgeben, das Sie auf 3D-Fangpunkte an der Geometrie setzen können, um den Anfasspunkt zu bestimmen. Nach dem Platzieren des Anfasspunkts wird wieder der Dialog Speichern unter angezeigt. Der definierte Anfasspunkt wird immer auf die Einbaufläche projiziert. - Klicken Sie auf [OK].
Das 3D-Makro wird im eingestellten Verzeichnis gespeichert. Es kann von dort aus zur Platzierung aufgerufen werden.
3D-Makro erstellen aus importierter 3D-Grafik
Importierbar sind 3D-Grafikdateien im Format STEP oder JT. Solche Dateien können Sie mit einem 3D-CAD-System erzeugen oder von Datenträgern diverser Hersteller beziehen. Die Originallage der Grafik kann nach dem Import durch Definieren und Drehen einer Einbaufläche so beeinflusst werden, dass beim Platzieren des Makros oder des Geräts immer die gewünschten Flächen in die Platzierposition gedreht werden.
Voraussetzung:
Sie haben ein Projekt geöffnet. Sie haben einen Bauraum geöffnet.
- Wählen Sie folgende Befehle: Datei > Importieren > Befehlsgruppe Projektdaten > Bauraum > STEP oder JT.
- Wählen Sie im Dialog Öffnen ein Verzeichnis und darin eine Datei, die importierbare 3D-Grafik im Format STEP oder JT enthält, und klicken Sie auf [Öffnen].
Die 3D-Grafik aus der STEP- oder JT-Datei wird in den Bauraum geladen und als 3D-Objekt dargestellt. - Abhängig von der Qualität der Quelldaten muss die 3D-Grafik noch weiter bearbeitet werden, bevor sie als 3D-Makro gespeichert werden kann. Um ein einheitliches Verhalten beim Platzieren eines Makros zu erreichen, das gedrehte Grafik enthält, wählen Sie für Einbauflächen die Befehle Definieren und Drehen (beides unter: Registerkarte Einfügen > Befehlsgruppe Einbaufläche).
- Unabhängig von der Platzierposition können Sie über den Befehl Vereinigen (Registerkarte Bearbeiten > Befehlsgruppe Grafik > Vereinigen) alle Bestandteile des Bauraums so zusammenfassen, dass ein 3D-Makro bei der Verwendung wie ein Bauteil behandelt wird.
- Speichern Sie das 3D-Makro über folgende Befehle: Registerkarte Stammdaten > Befehlsgruppe Makros > Erstellen.
Hinweis:
Das Vereinigen von 3D-Körpern ist nicht dazu geeignet, die Datenmenge im zu erzeugenden Makro zu verringern. Wenn die importierte STEP- oder JT-Datei mehrere gleiche und sehr detaillierte Teile enthält, kann dies dazu führen, dass sich die Datenmenge nach dem Vereinigen signifikant erhöht. Das hat unmittelbaren Einfluss auf die Größe der Makrodateien, da diese systembedingt nicht komprimierbar sind.
Um eine akzeptable Größe der Makrodatei zu erreichen, sollten Sie in einem solchen Fall auf das Vereinigen von importierten, gleichen Teilen verzichten und das Makro mit den importierten Einzelteilen erzeugen.
3D-Baugruppenmakro aus importierten 3D-Körpern erzeugen
Für mechanische Baugruppenartikel, die Sie in der Artikelverwaltung erstellen, können Sie aus importierten Grafikdaten Baugruppenmakros erzeugen und den mechanischen Baugruppenartikeln über die Eigenschaft Grafikmakro zuordnen. Anders als beim Vereinigen von 3D-Körpern zu 3D-Makros wird das Baugruppenmakro nicht wie ein Bauteil behandelt, sondern die einzelnen Bauteile der Baugruppe bleiben unter einem Baugruppenknoten bestehen. Der Baugruppenknoten und die Bauteile werden über BMK-IDs mit der in der Artikelverwaltung erstellten Baugruppe verknüpft. Dabei wird der Baugruppenknoten mit dem Baugruppenartikel und die Bauteile mit den Unterartikeln (Baugruppenpositionen) verknüpft.
Voraussetzung:
Sie haben ein Makroprojekt geöffnet.
- Wählen Sie folgende Befehle: Datei > Importieren > Befehlsgruppe Projektdaten > Bauraum > STEP oder JT.
- Wählen Sie im Dialog Öffnen eine STEP- oder JT-Datei aus, die die zu importierenden Grafikdaten enthält, und klicken Sie auf [Öffnen].
Die 3D-Grafik aus der STEP- oder JT-Datei wird in einen neuen Bauraum geladen und als 3D-Objekt dargestellt. Alle enthaltenen 3D-Körper werden im Bauraum-Navigator unter dem Bauraumknoten angeordnet. - Weisen Sie jedem 3D-Körper über den Eigenschaftendialog eine Funktionsdefinition aus dem Gewerk Mechanik sowie ein dazu passendes Bauteil zu.
- Wählen Sie alle 3D-Körper aus, die Sie zu einer Baugruppe zusammenfassen möchten, und erstellen Sie über den Befehl Baugruppe erstellen (Registerkarte Stammdaten > Befehlsgruppe Makro > Baugruppe erstellen) eine Baugruppe.
Im Bauraum-Navigator entsteht ein Baugruppenknoten, unter dem die Bauteile angeordnet sind. - Legen Sie die Hierarchie der Bauteile innerhalb der Baugruppe fest, indem Sie im Bauraum-Navigator die Funktionsdefinitionen per Drag & Drop an die gewünschte Position ziehen.
- Definieren Sie eine Einbaufläche für die Baugruppe über den Befehl Einbaufläche (Registerkarte Stammdaten > Befehlsgruppe Makro > Baugruppe erstellen > Einbaufläche).
- Definieren Sie einen Anfasspunkt für die Baugruppe über den Befehl Anfasspunkt (Registerkarte Stammdaten > Befehlsgruppe Makro > Baugruppe erstellen > Anfasspunkt).
- Hinterlegen Sie über den jeweiligen Eigenschaftendialog an jedem Bauteil der Baugruppe eine BMK-ID.
- Speichern Sie das 3D-Baugruppenmakro über folgende Befehle: Registerkarte Stammdaten > Befehlsgruppe Makros > Erstellen.
- Erstellen Sie den Baugruppenartikel einschließlich seiner Unterartikel (Baugruppenpositionen) in der Artikelverwaltung.
Nähere Informationen erhalten Sie im Abschnitt Baugruppen erstellen. - Ordnen Sie das Baugruppenmakro über die Eigenschaft Grafikmakro in der Registerkarte Eigenschaften dem Baugruppenartikel zu.
Sie können die Baugruppe jetzt als Gerät im Bauraum platzieren.
Hinweis:
Nicht alle Funktionsdefinitionen lassen sich beliebig anordnen. So ist es z.B. möglich, der Funktionsdefinition "Schrank" oder "Korpus" andere Funktionsdefinitionen unterzuordnen, die Funktionsdefinitionen "Schrank" und "Korpus" lassen sich jedoch nicht verschieben. Komplett ausgeschlossen von Drag & Drop-Aktionen ist Verlegezubehör, wie z.B. "Kabel-/Schlauchbinder" oder "Kabel-/Schlauchschutz".
Hinweis:
Falls Sie noch weitere Bauteile zur Baugruppe hinzufügen möchten, müssen Sie die Baugruppe zunächst über den Befehl Auflösen auflösen (Befehlspfad: Registerkarte Stammdaten > Befehlsgruppe Makro > Baugruppe erstellen > Auflösen). Beim Auflösen wird der Baugruppenknoten gelöscht, die Bauteile bleiben erhalten. Anschließend können Sie die Baugruppe mit allen Bestandteilen neu erstellen und bearbeiten.
Hinweis:
Achten Sie darauf, dass Sie den Baugruppenpositionen die BMK-IDs der entsprechenden Bauteile des Baugruppenmakros zuweisen, damit alle Artikelnummern auch an der Artikelplatzierung vorhanden sind.
Weitere Informationen zu 3D-Baugruppenmakros erhalten Sie im Abschnitt 3D-Baugruppenmakros.
3D-Makro erzeugen aus 3D-Dateien
Dieser Befehl arbeitet ähnlich wie das Erzeugen von Makros aus DXF- / DWG-Dateien.
- Wählen Sie den Befehl Makros aus 3D-Dateien. (Dazu müssen Sie vorher das Menüband anpassen und den gewünschten Befehl einer benutzerdefinierten Befehlsgruppe zuordnen.)
Aus einzelnen oder mehreren STEP- oder JT-Dateien werden direkt 3D-Makros (*.ema) erzeugt, ohne diese in einen Bauraum zu laden und vor dem Speichern weiter zu bearbeiten.
3D-Makro erzeugen aus Makroprojekt
3D-Makros lassen sich auf die gleiche Weise wie 2D-Makros automatisch aus Makroprojekten erzeugen.
- Wählen Sie folgende Befehle: Registerkarte Stammdaten > Befehlsgruppe Makros > Automatisch erzeugen.
Alle oder einzeln wählbare 3D-Makros werden aus den Bauräumen des Makroprojekts in *.ema- oder *.ems-Dateien gespeichert.
Hinweis:
Bitte beachten Sie unsere Empfehlungen für das Arbeiten mit 2D- und 3D-Makros.
Siehe auch
Dialog Speichern unter (3D-Makro)